3D Web
Es gibt verschiedene denkbare Arten der 3-Dimensionalität im Internet. Das heutige Internet, also das Web 2.0, besteht aus Flachen ebenen was sich etwa in Form von Buchseiten vorstellen lässt. Diese bestehen vor allem aus Höhe und Breite, können aber optisch übereinander platziert werden, wodurch eine gewisse Räumlichkeit entsteht. Hierbei ist noch kaum von 3D zu Sprechen, da es eher ein 2D Gestaltungsmittel ist.
Wirkliche 3D Darstellungen von Räumlichkeiten werde vor allem in Computerspielen verwendet. Technisch sind 3D Räumlichkeiten über verschiedene Plugins, wie dem Flashplayer oder Googles O3D realisierbar. Durch die Nutzung der dritten Dimension ergeben sich neue Möglichkeiten der Inhaltsdarstellung und der Navigation. Diese sind zwar für das Auge attraktiver als 2-Dimensionale Webseiten, jedoch ist eine schnelle Informationsvermittlung in Textform nicht mehr so gut realisierbar.
Die Navigation durch eine Räumlichkeit dauert länger als der schnelle Austausch von Webseiten, wie auch der Gang durch eine Kunstgalerie länger dauert als das Durchblättern eines Bilderbuches. Besser geeignet ist das 3D im Internet als Ergänzung zu klassischen Webseiten.
Ein klarer Vorteil der räumlichen Anordnung ergibt sich bei der Darstellung von komplexen Daten oder Informationsmengen. Eine Menge von Elementen lässt sich durch eine dreidimensionale Anordnung klarer trennen und sortieren. Möchte man das gesamte Internet bildlich darstellen bietet sich das dreidimensionale Bild an. Auch wäre eine räumliche Navigation für eine komplexe Struktur einfacher als die Navigation in einer unendlich langen zweidimensionalen Liste.
Eine andere Art der 3-D Darstellung ist durch Polarisations- oder Shutterbrillen, wie in 3D Kinos verwendet denkbar. Diese Technologie eignet sich aber besser für das Fernsehen als für das komplexere Medium Internet. Auch wäre eine Mausnavigation bei einer solchen optischen Darstellung wenig geeignet.
Der größte Teil des Webseiten wir mit hoher Wahrscheinlichkeit zweidimensional bleiben. Jedoch werden auf den Webseiten selber verstärkt dreidimensionalen Anwendungen implementiert. Vor allem die Navigation in der Gesamtheit aller Internetseiten und den vorhandenen Bilder im Netz wird sich der Räumlichkeit bedienen, da diese Strukturen immer komplexer werden.
Schnittstellen des Internets zu echten 3D-Anwendungen, etwa Spielen und Navigationsprogrammen wie Google Earth tragen ebenfalls zu einer räumlichen Wahrnehmung des WorldWideWeb bei. Das Web 2.0 kann sich zu einem dreidimensionalen Web 3.0 entwickeln.


